Die drei Arten des Tradings



Es gibt drei verschiedene Trading Arten. Als allererstes sollte jeder angehende Trader für sich entscheiden, welche Art des Tradings man betreiben möchte. Die verfügbare Zeit, die man für das Trading aufbringen möchte, spielt dabei eine ganz entscheidend Rolle.
Scalping
Scalping ist die anspruchsvollste Form des Tradings. Trades werden oft nach Sekunden oder spätestens nach Minuten bereits wieder geschlossen.
Der Scalper hat das Ziel sich möglichst schnell kleinste Bewegungen am Markt herauszuschneiden. Die Gewinne fallen in der Regel wegen der kurzen Haltedauer klein aus. Ein Scalper führt teilweise mehr als 100 Trades am Tag aus.
Da die Haltedauer sehr kurz ist, versucht der Trader durch eine höhere Handelsgröße seinen Gewinn zu steigern. Scalper versuchen mit ihren Trades kleinste Kursbewegungen in die eine oder andere Richtung auszunutzen.
Ordergebühren und die Spreads, also die Spanne zwischen dem Kaufkurs (BID) und dem Verkaufskurs (ASK) sind für Scalper sehr wichtige Kriterien. Wenn ein Scalper 100 Trades am Tag macht und jeder Trade z.B 1 € Ordergebühren kostet, dann fallen 100 € Gebühren am Tag an. An 5 Handelstagen sind das dann schon 500 € Ordergebühren, die man erstmal verdienen muss .
Eine ausreichende Volatilität im Markt, sodass sich der Kurs so schnell wie möglich über den Spread hinaus in die Gewinnzone bewegt, ist eine sehr wichtigste Voraussetzungen für erfolgreiches Scalping.
Eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Scalping ist Disziplin. Man muss beim Scalping sehr viel Disziplin mitbringen. Du darfst nicht von deiner zuvor festgelegten Handelsstrategie abweichen. Ein einziger Fehltrade könnte den Gewinn eines Tages wieder zunichtemachen.
Ein Scalping Anfänger kann schmerzhafte Erfahrungen vermeiden und sein Kapital schützen, indem er seine Strategie zuerst an einem Demokonto testet. Die meisten seriösen Broker bieten kostenlose Demokonten mit Echtzeitkursen an.
Daytrading
Als Daytrading bezeichnet man das Kaufen und Verkaufen von Finanzprodukten. Es ist ein kurzfristiger Handel mit Wertpapieren, bei dem versucht wird, mittels geringer Kursschwankungen einen Profit zu erzielen.
Der Trader schließt spätestens am Tagesende seine offenen Positionen. Das sind also Trades, die eröffnet werden um nur wenige Minuten oder Stunden später dann wieder geschlossen zu werden. Das Schließen der Trades vor dem Tagesende hat mehrere Vorteile. 1. Damit setzt sich der Trader nicht dem Risiko aus, das Nachts unerwartete Bewegungen stattfinden können. 2. Spart der Trader Gebühren. Viele Broker erheben auf Trades die über Nacht gehalten werden sogenannte Swap Gebühren. 3. Der Trader kann Nachts ruhiger schlafen, weil er kein Risiko für sein Kapital befürchten muss.
Ein Daytrader, so nennt man einen Trader, der Daytrading betreibt, versucht also mit schnellen Trades und geringen Kursveränderungen Profite zu erzielen. Der Handel mit Finanzinstrumenten wie Cfd’s, Aktien, Futures, Devisen, Kryptowährungen oder Rohstoffen ist eine komplexe Angelegenheit.
Viele Anfänger begehen den Fehler, zu glauben, dass man mit etwas Glück und Geschick schnell reich werden kann. Das ist jedoch selten der Fall. Ohne die nötige Kenntnis und Erfahrung stehen die Chancen für Anfänger eher schlecht. Daytrading birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Wenn Sie sich für diese Art des Handels interessieren, sollten Sie sich gründlich informieren und Ihre Erwartungen realistisch gestalten.
Bevor Sie in den Trading-Alltag starten, wird das Demotrading empfohlen. Im Demo kann der Anfänger mit Realtimekursen und Spielgeld den Markt erstmal besser kennenlernen. Auch eignet sich der Demohandel hervorragend dazu Strategien auszuprobieren.
Daytrader handeln bis zu fünf Tage die Woche an den Wertpapiermärkten. Hier konzentrieren sich Trader speziell auf die Öffnungszeiten an der Börse. Der Grund liegt darin, dass dann die meisten Händler aktiv sind und das Handelsvolumen sehr hoch ist. Allerdings hängt das von der einzelnen Strategie des Händlers ab. Manche Trader bevorzugen auch eher ruhigere Zeiten mit weniger Bewegung bei den Börsenkursen.
Daytrading kann als normaler Job betrachtet werden. Daytrading als Nebenjob kann auch funktionieren, ist meiner Meinung nach aber schwierig. Einige Händler ziehen es vor, nur wenige Sekunden zu handeln, während andere lieber stundenlang handeln. Der Tageshandel kann an die Wünsche des Händlers angepasst werden. Händler sind immer vom Markt abhängig. Ohne Bewegung können Sie keinen erfolgreichen Handel tätigen. Hohe Marktvolatilität (Bewegung) ist normalerweise der Freund eines Daytraders.
Swing - Trading
Beim Swing-Trading konzentriert sich der Trader auf größere Bewegungen am Markt. Gerade für Trading Beginner eignet sich das Swing – Trading sehr gut. Der Trader muss keine schnellen Entscheidungen fällen, wie es beim Scalping oder auch bei Daytrading sein kann, und somit ist das Risiko geringer, Fehltrades zu produzieren.
Offene Trades können Tage, Wochen oder sogar Monate laufen bis sie geschlossen werden. Swing-Trading ist somit auch für Berufstätige sehr interessant, weil man dabei nicht ständig die Kurse verfolgen muss.
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