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Forex Trading. Devisenhandel einfach verstehen.

Beim Forex Trading werden Währungen gegeneinander gehandelt. EUR/USD, GBP/USD oder USD/JPY gehören zu den bekanntesten Währungspaaren. Hier erfährst du, wie Forex funktioniert, was Pips, Lots, Spread, Hebel und Margin bedeuten und welche Faktoren Wechselkurse bewegen.

Forex Trading – Devisenhandel und Währungspaare erklärt

Was ist Forex Trading?

Forex steht für Foreign Exchange und bezeichnet den Handel beziehungsweise Austausch verschiedener Währungen. Im Trading wird dabei immer eine Währung im Verhältnis zu einer anderen betrachtet.

Ein typisches Beispiel ist EUR/USD. Der Kurs zeigt, wie viele US-Dollar für einen Euro bezahlt werden. Steigt EUR/USD, gewinnt der Euro relativ zum US-Dollar an Wert. Fällt der Kurs, wird der US-Dollar relativ zum Euro stärker.

Der globale Devisenmarkt ist kein einzelner zentraler Börsenplatz. Ein großer Teil des weltweiten FX-Handels findet außerbörslich zwischen Banken, Finanzinstituten, Unternehmen und anderen Marktteilnehmern statt.

01 Grundlagen

Währungspaare

Basiswährung und Kurswährung bestimmen, was ein Forex-Kurs tatsächlich aussagt.

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02 Kursbewegung

Pips

Pips dienen dazu, kleine Veränderungen eines Wechselkurses übersichtlich auszudrücken.

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03 Positionsgröße

Lots

Die Lot-Größe bestimmt maßgeblich, wie stark sich eine Kursbewegung auf die Position auswirkt.

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04 Kosten

Spread

Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs gehört zu den wichtigsten Tradingkosten.

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05 Margin

Hebelwirkung

Hebel ermöglicht große Marktpositionen mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz.

Hebel ansehen →
06 Risiko

Risikomanagement

Stop-Loss, Positionsgröße und Kontorisiko sind entscheidender als ein hoher Hebel.

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Einer der größten Finanzmärkte der Welt

Der internationale Devisenmarkt ist enorm groß. Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich erreichte der weltweite außerbörsliche FX-Handel im April 2025 durchschnittlich rund 9,6 Billionen US-Dollar pro Handelstag.

Der US-Dollar besitzt dabei eine herausragende Bedeutung. Laut BIS war er im April 2025 auf einer Seite von 89,2 Prozent aller gemeldeten FX-Transaktionen beteiligt.

Wie funktionieren Währungspaare?

Im Forex-Markt werden zwei Währungen miteinander verglichen. Die erste Währung ist die Basiswährung, die zweite die Kurs- oder Gegenwährung.

EUR

Basiswährung

Bei EUR/USD ist der Euro die Basiswährung. Eine Einheit der Basiswährung bildet den Ausgangspunkt des Wechselkurses.

USD

Kurswährung

Der US-Dollar ist bei EUR/USD die Kurswährung. Der Kurs zeigt, wie viele US-Dollar für einen Euro benötigt werden.

Beispiel: Steht EUR/USD bei 1,1500, entspricht ein Euro einem Gegenwert von 1,15 US-Dollar. Der tatsächliche Wechselkurs verändert sich laufend.

Majors, Crosses und exotische Währungspaare

01

Major Pairs

Häufig gehandelte Paare mit US-Dollar wie EUR/USD, GBP/USD oder USD/JPY.

02

Cross Pairs

Währungspaare ohne US-Dollar, beispielsweise EUR/GBP oder EUR/JPY.

03

Exotische Paare

Kombinationen einer großen Währung mit einer weniger stark gehandelten Währung können höhere Spreads und geringere Liquidität aufweisen.

Was sind Pips und Lots?

Ein Pip ist eine gebräuchliche Maßeinheit für Kursbewegungen im Forex-Handel.

Bei vielen Währungspaaren entspricht ein Pip der vierten Nachkommastelle. Bewegt sich EUR/USD beispielsweise von 1,1500 auf 1,1510, entspricht das einer Bewegung von 10 Pips.

Bei Währungspaaren mit japanischem Yen wird ein Pip üblicherweise an der zweiten Nachkommastelle angegeben.

BezeichnungTypische GrößeEinheiten Basiswährung
Standard Lot1,00 Lot100.000
Mini Lot0,10 Lot10.000
Micro Lot0,01 Lot1.000

Wichtig: Der Geldwert eines Pips ist nicht bei jedem Währungspaar und jeder Kontowährung identisch. Er hängt unter anderem von Positionsgröße, Währungspaar und Wechselkurs ab.

Was bedeutet Spread im Forex Trading?

Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen dem Geldkurs – Bid – und dem Briefkurs – Ask.

Beim Kauf wird normalerweise zum Ask-Preis eröffnet, beim Verkauf zum Bid-Preis. Dadurch startet eine neu eröffnete Position zunächst mit dem Spread als Kostenfaktor.

Die Höhe des Spreads kann je nach Währungspaar, Anbieter, Liquidität und Marktsituation variieren. Rund um wichtige Nachrichten können sich Spreads deutlich ausweiten.

Wie funktioniert der Hebel beim Forex Trading?

Beim gehebelten Forex-Handel muss nicht der vollständige Nominalwert einer Position als Sicherheitsleistung hinterlegt werden. Stattdessen verlangt der Anbieter eine Margin.

Dadurch kann eine Marktposition größer sein als das dafür gebundene Kapital. Genau das erzeugt die Hebelwirkung.

30:1

Große Währungspaare

Für Privatkunden gelten bei CFDs in der EU regulatorische Hebelbegrenzungen. Für bestimmte große Währungspaare liegt der maximale Hebel grundsätzlich bei 30:1.

20:1

Andere Währungspaare

Für nicht zu den großen Paaren zählende Währungspaare gilt im europäischen Retail-CFD-Rahmen grundsätzlich ein niedrigeres maximales Hebellimit.

Entscheidend: Der maximal verfügbare Hebel ist nicht dasselbe wie das tatsächlich eingegangene Risiko. Entscheidend sind Positionsgröße, Stop-Abstand und das daraus resultierende Verlustrisiko.

Mehr dazu findest du unter Trading mit Hebel →

Wann wird Forex gehandelt?

Der internationale Devisenmarkt folgt während der Handelswoche den großen Finanzzentren rund um den Globus. Dadurch können Währungen von Sonntagabend bis Freitagabend nahezu durchgehend gehandelt werden – abhängig vom jeweiligen Produkt und Anbieter.

01

Asien

Tokio, Sydney, Hongkong und Singapur prägen einen großen Teil der asiatischen Handelsphase.

02

Europa

Mit London und den europäischen Finanzzentren steigt die Aktivität in vielen wichtigen Währungspaaren.

03

USA

Während der US-Handelsphase treffen europäische und amerikanische Marktteilnehmer zeitweise aufeinander.

Besonders interessant kann die Überschneidung großer Handelszentren sein. Handelszeiten, Liquidität und Spreads hängen jedoch vom verwendeten Produkt und Anbieter ab.

Was bewegt Währungskurse?

Wechselkurse entstehen aus einem komplexen Zusammenspiel wirtschaftlicher Erwartungen und internationaler Kapitalströme.

Faktor 01

Zinsen

Veränderungen der Zinserwartungen können die relative Attraktivität einer Währung verändern.

Faktor 02

Inflation

Inflationsdaten beeinflussen Erwartungen an zukünftige geldpolitische Entscheidungen.

Faktor 03

Konjunktur

Wachstum, Arbeitsmarkt und andere Wirtschaftsdaten beeinflussen die Einschätzung einer Volkswirtschaft.

Faktor 04

Zentralbanken

Entscheidungen und Kommunikation von Fed, EZB, Bank of England oder Bank of Japan können starke Wechselkursbewegungen auslösen.

Wie kann man Forex technisch analysieren?

Technische Analyse versucht, aus Kursstruktur, Preiszonen, Momentum und Volatilität Informationen über das aktuelle Marktverhalten abzuleiten. Kein Indikator kann zukünftige Kurse sicher vorhersagen.

01

Marktstruktur

Hochs und Tiefs helfen bei der Einordnung von Trends und möglichen Strukturwechseln.

02

Support & Resistance

Frühere Hochs, Tiefs und markante Kurszonen können erneut relevant werden.

03

Moving Average

Gleitende Durchschnitte können helfen, die übergeordnete Trendrichtung einzuordnen.

04

RSI

Momentum-Indikatoren wie der RSI können zusätzliche Informationen über die Stärke einer Bewegung liefern.

05

ATR

Die Average True Range kann helfen, die aktuelle Schwankungsbreite des Marktes einzuschätzen.

06

Price Action

Kerzenformationen und die Reaktion an wichtigen Preiszonen können Bestandteil einer Handelsstrategie sein.

Weitere Grundlagen findest du unter Trading Indikatoren → und Trading Strategien →

Forex CFD oder Währungs-Future?

Währungen können über unterschiedliche Instrumente gehandelt werden. Dabei unterscheiden sich Marktstruktur, Preisbildung und Kontraktgrößen.

CFD

Forex CFDs

CFDs sind außerbörsliche Differenzkontrakte. Kursstellung, Spread und weitere Konditionen hängen vom jeweiligen Anbieter ab.

  • flexible Positionsgrößen
  • Broker als Vertragspartner
  • Spread und mögliche Kommissionen beachten
  • Finanzierungskosten möglich
Future

Währungs-Futures

Currency Futures sind standardisierte Terminkontrakte, die über eine Terminbörse gehandelt werden.

  • börslich gehandelt
  • standardisierte Kontraktgrößen
  • zentrale Preisbildung
  • festgelegte Kontraktlaufzeiten

CME erläutert den Unterschied zwischen dem außerbörslichen Cash-Forex-Markt und börsengehandelten FX Futures in seiner Einführung zu FX Futures →

Welche Risiken hat Forex Trading?

Forex Trading kann erhebliche Verluste verursachen. Besonders problematisch wird es, wenn hohe Positionsgrößen mit einem starken Hebel kombiniert werden.

Die wichtigste Frage vor einem Trade ist deshalb nicht, wie viel Gewinn möglich ist, sondern wie hoch der Verlust ausfallen kann, wenn die Handelsidee nicht funktioniert.

01

Positionsgröße

Die Positionsgröße sollte aus dem maximal akzeptierten Risiko und dem Stop-Abstand abgeleitet werden.

02

Stop-Loss

Vor dem Einstieg sollte feststehen, an welchem Punkt die ursprüngliche Handelsidee nicht mehr gültig ist.

03

News

Zinsentscheidungen und wichtige Wirtschaftsdaten können innerhalb von Sekunden starke Kursbewegungen auslösen.

04

Overtrading

Die nahezu durchgängigen Handelsmöglichkeiten können dazu verleiten, zu viele Trades ohne ausreichendes Setup einzugehen.

Forex Trading braucht einen klaren Prozess

Der Devisenmarkt bietet fast rund um die Uhr Bewegungen. Genau das macht einen klaren Handelsplan besonders wichtig.

  • Marktrichtung und Struktur bestimmen
  • wichtige Wirtschaftstermine prüfen
  • Stop-Loss vor dem Einstieg festlegen
  • Positionsgröße berechnen
  • Chance-Risiko-Verhältnis berücksichtigen
  • keine Trades erzwingen
27

Mehr als 27 Jahre Erfahrung an den Finanzmärkten

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Häufige Fragen zum Forex Trading

Forex Trading bezeichnet den Handel mit Wechselkursbewegungen zwischen zwei Währungen. Ein bekanntes Beispiel ist EUR/USD.

EUR ist die Basiswährung und USD die Kurswährung. Der EUR/USD-Kurs zeigt, wie viele US-Dollar für einen Euro benötigt werden.

Ein Pip ist eine gebräuchliche Einheit zur Darstellung kleiner Kursbewegungen. Bei vielen Währungspaaren entspricht ein Pip der vierten Nachkommastelle.

Ein Standard Lot entspricht im Forex-Handel üblicherweise 100.000 Einheiten der Basiswährung. Mini und Micro Lots ermöglichen kleinere Positionsgrößen.

Für Retail-CFD-Kunden in der EU gelten Hebelbegrenzungen. Für bestimmte große Währungspaare beträgt der maximale Hebel grundsätzlich 30:1, für andere Währungspaare grundsätzlich 20:1.

Während der Handelswoche ist der internationale Forex-Markt aufgrund der aufeinanderfolgenden Handelszeiten großer Finanzzentren nahezu rund um die Uhr aktiv. Die konkreten Zeiten hängen vom verwendeten Produkt und Anbieter ab.

Anfänger sollten zunächst verstehen, wie Währungspaare, Pips, Positionsgrößen, Margin und Hebel funktionieren. Besonders gehebelte Produkte können erhebliche Verluste verursachen.

Forex verstehen. Risiken kontrollieren.

Forex Trading beginnt nicht mit der Suche nach möglichst hohem Hebel, sondern mit Marktverständnis, einem klaren Handelsplan und konsequentem Risikomanagement.

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Trading und insbesondere der Handel mit CFDs, Futures und anderen gehebelten Finanzinstrumenten ist mit erheblichen Risiken verbunden. Verluste bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals sind möglich. Die Inhalte auf Traderkanal dienen ausschließlich Informations- und Ausbildungszwecken und stellen weder Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments dar. Risikohinweis .
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