Trading Grundlagen

Was ist Trading? Einfach erklärt.

Trading bezeichnet den Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten mit dem Ziel, Kursbewegungen zu nutzen. Abhängig vom Handelsstil können Positionen nur wenige Sekunden, mehrere Stunden oder auch mehrere Tage gehalten werden.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie Trading funktioniert, welche Märkte gehandelt werden können und warum Strategie, Disziplin sowie Risiko- und Money-Management zu den wichtigsten Grundlagen gehören.

Informationen und Ausbildungsinhalte · keine Anlageberatung oder individuelle Handelsempfehlung
Trading auf einen Blick

Die wichtigsten Grundlagen

01
Kursbewegungen handeln Trader versuchen, steigende oder fallende Marktbewegungen entsprechend ihrer Strategie zu nutzen.
02
Klare Handelsregeln Ein- und Ausstieg sollten nach vorher definierten Bedingungen erfolgen.
03
Risiko begrenzen Stop-Loss, Positionsgröße und Money-Management gehören zur Tradeplanung.
04
Disziplin Entscheidend ist die konsequente Umsetzung des eigenen Handelsplans.
Was ist Trading – Trading einfach erklärt
Was ist Trading? Grundlagen zu Märkten, Strategien, Chancen und Risiken.
27+ Jahre Börsenerfahrung
Praxisnah verständlich erklärt
Risikobewusst Kapitalschutz im Fokus
Trading-Wissen für Einsteiger & Trader
Grundlagen

Was ist Trading?

Trading bedeutet, Finanzinstrumente zu kaufen oder zu verkaufen, um an Kursbewegungen teilzunehmen.

Im Gegensatz zu einer langfristigen Geldanlage stehen beim Trading häufig kürzere Zeiträume im Mittelpunkt. Ein Trader kann eine Position beispielsweise wenige Minuten, mehrere Stunden oder mehrere Tage halten.

Gehandelt werden unter anderem Aktien, Futures, Indizes, Rohstoffe und Devisen. Je nach Markt, Strategie und Handelsstil unterscheiden sich Handelszeiten, Volatilität, Kosten und Risiken.

Trading sollte nicht mit zufälligem Kaufen und Verkaufen verwechselt werden. Ein strukturierter Handelsansatz basiert auf vorher definierten Bedingungen für Entry, Stop-Loss, Positionsgröße und Exit.

Auch eine gut getestete Strategie kann Verlust-Trades enthalten. Deshalb gehört kontrolliertes Risikomanagement zu den wichtigsten Grundlagen im Trading.

Trading einfach erklärt

Ein Trader muss nicht wissen, was der Markt als Nächstes mit Sicherheit tun wird. Entscheidend ist vielmehr, Situationen zu erkennen, in denen die eigene Handelsstrategie bestimmte Bedingungen erfüllt, das Risiko vorher festzulegen und anschließend diszipliniert nach dem Handelsplan zu handeln.

Der Ablauf

Wie funktioniert Trading?

Ein strukturierter Trade lässt sich vereinfacht in vier Schritte unterteilen.

SCHRITT 01

Markt analysieren

Trend, Marktstruktur, Unterstützungen, Widerstände, Volumen oder andere Faktoren der Strategie werden analysiert.

SCHRITT 02

Trade planen

Entry, Stop-Loss, Positionsgröße und ein möglicher Ausstieg werden bereits vor der Order festgelegt.

SCHRITT 03

Position eröffnen

Sind die Bedingungen des Tradingplans erfüllt, kann eine Long- oder Short-Position eröffnet werden.

SCHRITT 04

Trade beenden

Die Position wird entsprechend der Strategie geschlossen – unabhängig davon, ob ein Gewinn oder Verlust entsteht.

Finanzmärkte

Welche Märkte kann man traden?

Trading ist in unterschiedlichen Märkten möglich. Jeder Markt besitzt eigene Eigenschaften, Handelszeiten und Risiken.

AK

Aktien

Aktien repräsentieren Unternehmensanteile und können sowohl langfristig gehalten als auch kurzfristig gehandelt werden.

FU

Futures

Futures sind standardisierte Terminkontrakte, die an Terminbörsen gehandelt werden. Dazu gehören beispielsweise Index- und Rohstoff-Futures.

IN

Indizes

Indizes bilden die Entwicklung einer Gruppe von Wertpapieren ab. Bekannte Beispiele sind DAX, S&P 500 und Nasdaq.

FX

Forex

Beim Forex-Trading werden Währungspaare wie EUR/USD gehandelt.

Mehr über Forex erfahren →

AU

Rohstoffe

Gold, Silber und Erdöl gehören zu den bekanntesten Rohstoffmärkten, die von Tradern beobachtet und gehandelt werden.

CFD

CFDs

CFDs ermöglichen die Spekulation auf Kursbewegungen verschiedener Basiswerte. Die Hebelwirkung kann Gewinne und Verluste verstärken.

Wer Futures genauer kennenlernen möchte, findet bei der CME Group eine Einführung in den Futures-Handel . Dort werden unter anderem Kontrakte, Tick-Bewegungen, Margin, Laufzeiten und die Funktionsweise von Futures erläutert.

Handelsrichtung

Was bedeuten Long und Short?

Abhängig vom Finanzinstrument können Trader sowohl steigende als auch fallende Kurse handeln.

↑

Long

Bei einer Long-Position erwartet der Trader steigende Kurse. Steigt der Markt nach dem Einstieg, entwickelt sich die Position grundsätzlich in die gewünschte Richtung. Fällt der Kurs, entsteht dagegen ein Verlust.

↓

Short

Bei einer Short-Position wird auf fallende Kurse gesetzt. Sinkt der Markt nach dem Einstieg, entwickelt sich die Position grundsätzlich in die gewünschte Richtung. Steigt der Kurs, entsteht dagegen ein Verlust.

Unterschiede

Trading oder langfristiges Investieren?

Trading und Investieren verfolgen unterschiedliche Ansätze. Die Übergänge können fließend sein, dennoch gibt es typische Unterschiede.

Merkmal
Trading
Investieren
Zeithorizont
Sekunden bis mehrere Wochen
Häufig mehrere Jahre
Ziel
Kürzere Kursbewegungen nutzen
Langfristige Wertentwicklung
Handelsaktivität
Je nach Strategie regelmäßig
In der Regel deutlich geringer
Analyse
Häufig technische und kurzfristige Faktoren
Häufig fundamentale und langfristige Faktoren
Zeitaufwand
Je nach Handelsstil teilweise hoch
In der Regel geringer
Trading-Arten

Scalping, Daytrading und Swing-Trading

Die bekanntesten Trading-Arten unterscheiden sich vor allem durch Haltedauer, Handelsfrequenz und erforderlichen Zeitaufwand.

Sekunden bis Minuten

Scalping

Scalping ist eine sehr kurzfristige Form des Tradings. Positionen werden teilweise nur wenige Sekunden oder Minuten gehalten.

Da einzelne Kursbewegungen meist relativ klein sind, werden häufig mehr Trades ausgeführt. Dadurch spielen Spread, Slippage und Orderkosten eine wichtige Rolle.

Scalping erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Disziplin.

Minuten bis Stunden

Daytrading

Beim Daytrading werden Positionen innerhalb eines Handelstages eröffnet und wieder geschlossen.

Ein wesentliches Merkmal ist, dass Positionen normalerweise nicht über Nacht gehalten werden.

Daytrading bedeutet nicht, möglichst viele Trades auszuführen. Entscheidend ist, auf Situationen zu warten, die den Regeln der eigenen Strategie entsprechen.

Tage bis Wochen

Swing-Trading

Beim Swing-Trading werden größere Kursbewegungen über einen längeren Zeitraum gehandelt.

Positionen können mehrere Tage oder Wochen gehalten werden. Dadurch muss der Markt normalerweise weniger intensiv beobachtet werden.

Da Positionen über Nacht bestehen bleiben können, entstehen zusätzliche Risiken durch Nachrichten und Kurslücken.

Kapitalschutz

Risiko- und Money-Management

Trading ist mit finanziellen Risiken verbunden. Deshalb sollte das mögliche Risiko eines Trades bereits vor dem Einstieg bekannt sein.

Ein Stop-Loss allein ist noch kein vollständiges Risikomanagement. Entscheidend ist auch, wie groß die Position gewählt wird und welchen Anteil des Tradingkapitals ein möglicher Verlust ausmacht.

Mit unserem Risk- & Money-Management-Rechner kannst du Positionsgröße und Risiko strukturiert berechnen.

Stop-Loss Definiert, an welchem Punkt ein Trade beendet wird, wenn sich der Markt gegen die Position entwickelt.
Positionsgröße Bestimmt zusammen mit dem Stop-Loss, wie groß der mögliche finanzielle Verlust ist.
Chance-Risiko-Verhältnis Stellt den möglichen Gewinn eines Trades dem vorher definierten Risiko gegenüber.
Maximales Risiko Hilft dabei, einzelne Verlust-Trades so zu begrenzen, dass sie das Tradingkonto nicht unverhältnismäßig belasten.
Trading lernen

Trading für Anfänger: So kannst du beginnen

Der Einstieg ins Trading sollte nicht mit der Suche nach schnellen Gewinnen beginnen, sondern mit dem Verständnis der grundlegenden Zusammenhänge.

✓
Einen Markt kennenlernen

Statt ständig zwischen Märkten zu wechseln, kann es sinnvoll sein, zunächst einen Markt intensiv kennenzulernen.

✓
Strategie definieren

Lege klare Bedingungen fest, wann ein Trade eröffnet und wieder geschlossen wird.

✓
Risiko vorher festlegen

Bestimme Stop-Loss, Positionsgröße und maximales Risiko bereits vor dem Einstieg.

✓
Strategie testen

Eine Handelsstrategie sollte ausführlich getestet werden, bevor echtes Kapital eingesetzt wird.

✓
Trading dokumentieren

Ein Trading-Journal hilft dabei, Entscheidungen, Fehler und Ergebnisse langfristig auszuwerten.

✓
Geduldig bleiben

Mehr Trades bedeuten nicht automatisch bessere Ergebnisse. Die Qualität der Entscheidungen ist wichtiger als die Anzahl.

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Börsenerfahrung
Über Traderkanal

Trading-Wissen aus praktischer Erfahrung.

Traderkanal vermittelt Grundlagen rund um Trading, Marktanalyse, Strategien und Risikomanagement. Die Inhalte basieren auf langjähriger eigener Erfahrung an den Finanzmärkten und sollen komplexe Trading-Themen möglichst verständlich und praxisnah erklären.

FAQ

Häufige Fragen zum Trading

Die wichtigsten Trading-Grundlagen noch einmal kurz zusammengefasst.

Trading bedeutet, Finanzinstrumente zu kaufen oder zu verkaufen, um Kursbewegungen zu nutzen. Je nach Handelsstil können Positionen nur wenige Sekunden, mehrere Stunden oder mehrere Tage gehalten werden.

Beim Trading stehen häufig kürzere Kursbewegungen im Mittelpunkt. Beim langfristigen Investieren werden Anlagen dagegen oftmals mehrere Jahre gehalten.

Zu den bekanntesten Handelsstilen gehören Scalping, Daytrading und Swing-Trading. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch Haltedauer, Handelsfrequenz und erforderliche Bildschirmzeit.

Bei vielen Finanzinstrumenten können Trader sowohl Long- als auch Short-Positionen handeln. Long bedeutet grundsätzlich eine Positionierung auf steigende, Short eine Positionierung auf fallende Kurse.

Trading kann erlernt werden, erfordert jedoch Zeit, Training und ein Verständnis der Risiken. Anfänger sollten zunächst Grundlagen, Strategie und Risikomanagement lernen und ihre Vorgehensweise ausführlich testen.

Ja. Trading ist mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden. Auch eine sorgfältig entwickelte Strategie kann Verlust-Trades und längere Verlustphasen enthalten. Gewinne können nicht garantiert werden.

Risikohinweis

Trading mit Finanzinstrumenten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich Informations- und Ausbildungszwecken und stellen keine Anlageberatung, Finanzberatung oder individuelle Handelsempfehlung dar. Vergangene Entwicklungen und Ergebnisse lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf zukünftige Ergebnisse zu. Weitere Informationen findest du in unserem Risikohinweis .

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