Wochenanalyse Gold-Future für die Woche vom 20.04.26 – 24.04.26
Der Wochenchart vermittelt weiterhin ein insgesamt bullisches Gesamtbild. Zwar kam es im März zu einer deutlicheren Korrekturbewegung, jedoch bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt, solange sich der Kurs oberhalb der Marke von 4.375 USD hält. Ein kurzfristiges Unterschreiten dieser Zone würde das Bild zunächst lediglich neutralisieren, ohne direkt einen Abwärtstrend einzuleiten. Erst ein nachhaltiger Bruch unter 3.256 USD würde das langfristige Chartbild klar ins Bärische drehen.
Im Tageschart zeigt sich aktuell eine neutralere Struktur. Die Korrekturbewegung aus dem März hat bereits den wichtigen Fibonacci-Bereich zwischen 50 % und 61,8 % erreicht. Aus technischer Sicht ist dies eine klassische Zone, in der der Markt entweder stabilisiert oder erneut nach unten abkippt. Für eine klare bearishe Struktur wären Kurse unterhalb von 4.274 USD erforderlich. Auf der Oberseite würde ein Tagesschlusskurs über 5.123 USD das Chartbild deutlich aufhellen und einen neuen Aufwärtstrend im Tageschart bestätigen.
Der Stundenchart präsentiert sich derzeit noch neutral, steht jedoch kurz davor, ins Bärische zu kippen. Zum aktuellen Zeitpunkt (Montag, 20.04.2026) notiert der Gold-Future bei 4.802 USD. Ein Stundenschlusskurs unterhalb von 4.793 USD würde ein kurzfristiges Verkaufssignal liefern und den Stundenchart in einen Abwärtstrend überführen. Dies würde gleichzeitig das Risiko weiter fallender Kurse erhöhen.
Ein zusätzlicher Faktor ist die saisonale Komponente: Aktuell befinden wir uns in den USA in einem sogenannten Midterm-Jahr. Historisch betrachtet zeigt der saisonale Verlauf im Goldmarkt ab Mitte bis Ende April eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für schwächere Kurse. Diese saisonale Tendenz deutet darauf hin, dass sich eine Abwärtsbewegung entwickeln könnte, die sich bis in den September hinein fortsetzt.
Fazit
Zusammenfassend befindet sich Gold auf Wochenbasis weiterhin in einem stabilen Aufwärtstrend, während die untergeordneten Zeiteinheiten eine zunehmende Schwäche signalisieren. Besonders der Stundenchart steht an einem kritischen Punkt, der kurzfristig richtungsentscheidend sein dürfte. In Kombination mit der saisonal schwächeren Phase ab Ende April erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für fallende Notierungen in den kommenden Monaten. Sollte die Marke von 4.793 USD unterschritten werden, könnte sich der Verkaufsdruck weiter verstärken. Dennoch bleibt das übergeordnete bullische Szenario intakt, solange die zentralen Unterstützungszonen im Wochenchart verteidigt werden.
